Medientreffpunkt Mitteldeutschland


20 Jahre MDR – Reif für die Zukunft

20 Jahre MDR – Gut gerüstet für die Zukunft

Leipzig, 4. Mai 2011 – Der Mitteldeutsche Rundfunk sieht sich 20 Jahre nach seiner Gründung gut gerüstet für die Zukunft. MDR-Intendant Prof. Udo Reiter sagte auf der Veranstaltung "20 Jahre MDR – Reif für die Zukunft" in der Buchhandlung Ludwig im Leipziger Hauptbahnhof beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland, nach den zehn Jahren der Aufbauphase und den darauf folgenden zehn Jahren der Konsolidierung folge nun die Phase der umfassenden Digitalisierung der Medien, an deren Ende Medien stehen würden, wie wir sie uns heute noch gar nicht vorstellen könnten. Einen ersten Schritt in diese Richtung habe der MDR gemacht, indem der neue Chefredakteur ein trimediales Aufgabenfeld habe, das sowohl Fernsehen, Hörfunk und Internet umfasse.
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Rundfunk – Vielfalt, Zusammenarbeit, Markt

Die jungen Leute im Internet abholen

Leipzig, 4. Mai 2011 – Wie kann man mit einem Vollprogramm im Fernsehen junge Zuschauer erreichen? Das ist beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig eine zentrale Frage der Diskussion „Rundfunk – Vielfalt, Zusammenarbeit, Markt“ gewesen. MDR-Intendant Prof. Udo Reiter schlug bei dieser Gelegenheit einmal mehr vor, einen gemeinsamen Jugendkanal von ARD und ZDF ins Leben zu rufen. „Mit Berichten über junge Christen in Afrika sind die jugendlichen Zuschauer nicht zu erreichen“, sagte Reiter. Doch ZDF-Justitiar Prof. Dr. Carl Eugen Eberle wies den Vorschlag als zwar diskussionswürdig, aber „unrealistisch“ zurück. Dafür werde viel Geld gebraucht, das die Politik wohl kaum genehmigen würde, so Eberle. Sachsen-Anhalts Staatsminister Rainer Robra konnte ihm da nur Recht geben. Schon der KI.KA habe die jungen Leute nicht an das öffentlich-rechtliche System herangeführt, spezielle Sender für jede Altersgruppe seien ein Irrweg. „Sie müssen die Jugendlichen im Internet abholen und das Hauptprogramm ansprechend gestalten“, schlug er als Lösungsmöglichkeit vor.
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Preis und Leistung – Wie viel öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist gewünscht?

Ordnung in Rundfunk und Fernsehen

Leipzig, 4. Mai 2011 – Rundfunk und Fernsehen müssten wieder in Ordnung kommen, forderte der Chef der Staatskanzlei Sachsen, Dr. Johannes Beermann, auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland. In Anspielung auf die Hochzeit im britischen Königshaus sagte Staatsminister Beermann, wenn zwei öffentlich-rechtliche Anstalten über ein und dasselbe Ereignis berichteten, habe er seine Zweifel. „Das Ganze ist schon skurril.“ Zudem sei die Übertragung der Hochzeit kein Einzelfall gewesen. Sein Verständnis als Gebührenzahler sei ein derartiger „Ausdruck der Unordnung“ jedenfalls nicht. Hier müsse es eine Abstimmung geben und dafür werde man auch sorgen, so Beermann. NDR-Intendant Marmor wies die Kritik zurück. Es habe sich um ein weltweit beachtetes Ereignis gehandelt, so Marmor. Das Publikum habe zwischen den Sendern wählen können und die Zuschauer hätten sich für das Erste und den Adelsexperten Rolf Seelmann-Eggebert entschieden. Allerdings: „Es gab durchaus auch Diskussionen über das Thema.“ Dennoch seien ARD und ZDF gleichberechtigte Partner, zwischen denen es auch einen Wettbewerb gebe.
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Rundfunkbeitrag – Das Modell und die Details

Deutschland braucht gesellschaftliche Diskussion über die Akzeptanz des neuen Rundfunkbeitrags

Leipzig, 4. Mai 2011 – Deutschland braucht bis 2013 eine gesellschaftliche Diskussion über die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und über die Akzeptanz des neuen Rundfunkbeitrages. Diese Debatte müsse vor allem jene erreichen, die die Angebote der öffentlich-rechtlichen nicht bewusst nutzen und jene, die bisher keine Rundfunkgebühr zahlten, sagten Experten in der Diskussion „Rundfunkbeitrag – Das Modell und die Details“ beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig.
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Alle Macht den Räten

Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk: Interne Kontrolle ist besser

Leipzig, 3. Mai 2011 – Die interne Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch gesellschaftlich besetzte Gremien ist besser als eine externe durch Experten. Das ist, wenn auch mit Einschränkungen, die grundsätzliche Meinung der Experten auf dem Panel „Alle Macht den Räten“ der Mitteldeutschen Vereinigung für Medienrecht e.V. auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig gewesen. Zwar gebe es für die Arbeit der Rundfunk- und Verwaltungsräte durchaus Optimierungsbedarf. Die wenigsten Teilnehmer der Diskussion meldeten hier jedoch einen Bedarf für grundlegende Änderungen an.
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