Grenzübergreifende Vermarktung, grenzübergreifender Programmaustausch
Gepostet am 04. Mai 2011 in Aktuelles, Pressetexte
Programmaustausch über Grenzen
Leipzig, 4. Mai 2011 – Beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland diskutierten unter der Überschrift „Grenzüberschreitende Vermarktung, grenzüberschreitender Programmaustausch“ Experten vor allem die Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarn. Der Länderschwerpunkt ergab sich auch aus der Besetzung der Runde: Mike Bielagk (KabelJournal) zeichnet unter anderem verantwortlich für das grenzübergreifende Fernsehformat 5 Minuten Sachsen.Böhmen. Boris Lochthofen hat als Geschäftsführer der Radiosender PSR und R-SA, aber auch über die REGIOCAST geschäftliche Kontakte in das Nachbarland. Leonhardt Krause (MDR) vertrat den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Moderiert wurde die lebendige Veranstaltung von Dr. Ralf Siepmann (Indikativ GmbH).
Zunächst stellten die Podiumsgäste kurz ihre Projekte und ihre Motivationen vor, mit den tschechischen Nachbarn zusammenzuarbeiten. Mike Bielagk stellte fest, dass es gerade in der Grenzregion ein großes Interesse an grenzübergreifenden Themen und an Alltagsgeschichten aus dem Nachbarland gebe – und ein großes Informationsdefizit. Boris Lochthofen gab unumwunden zu dass der „Impetus der Völkerverständigung“ in seinem Job „nur das zweitwichtigste Thema“ sei, es ginge vor allem darum Geld in einem Markt zu verdienen, in dem – anders als in Deutschland – Radiowerbung vergleichbar viel wert ist wie Fernsehwerbung. Leonhardt Krause betonte den Bildungsauftrag, den sein Sender in diesem Zusammenhang habe und verwies auf Sendungsformate wie „Unterwegs bei Sachsens Nachbarn“ oder „Auf gute Nachbarschaft“.
Anhand zahlreicher Anekdoten schilderten die Gäste ihre Erfahrungen aus der grenzübergreifenden Zusammenarbeit und auch die Schwierigkeiten, die sich dabei ergeben können, etwa von Redaktionssitzungen mit Dolmetschern oder dem Problem, wie ein deutscher Kunde einen Radiowerbespot in tschechischer Sprache abnehmen soll. Vor allem Lochthofen und Bielagk betonten, wie wertvoll der gemeinsam erlebte Alltag für die Völkerverständigung und Überwindung von kulturellen Grenzen aber auch der Vergangenheit sei. „Die beste Annäherung findet durch gemeinsames Arbeiten statt“.
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